Smalltalk mit der DLRG

Wie weit muss man entlang der Promenade gehen, bis man das Wasserschloss sieht?

Es gibt Dinge, die sind einem Glücksburger auf der Stelle klar: So wie das Schloss natürlich ein Wasserschloss ist, welches vom Schlossteich umgeben ist, genauso wie die Selbstverständlichkeit der Präsenz der Glücksburger DLRG Mitglieder. Die DLRG hat fast genau 500 von ihnen und ist eine eingeschworene Gemeinschaft von Rettungsschwimmern, die sich im Notfall ehrenamtlich für euch in die Fluten stürzen und selber auch aus der Umgebung kommen. Letzteres ist in Deutschland recht selten der Fall. Meistens, wie beispielsweise auch in Holnis, kommen die Menschen zum Dienst aus ganz Deutschland. Viele arbeiten dann zum ersten Mal an einem echten Strand und verbinden die Zeit mit einem Urlaub an der Ostsee. „In  Glücksburg Sandwig und und Flensburg ist das aber noch anders, man kennt die Helfer meistens aus dem persönlichen Umkreis“, erzählt Finn Brenke, Rettungsschwimmer bei der DLRG Glücksburg in einem Gespräch mit der GLÜCKSBURG LIVING.  Zum Glück geht es selten um Leben und Tod, aber oft um Schürfwunden und Verletzungen, die man sich am Strand zuzieht. „Die Verletzungen am Fuß haben in dieser Saison deutlich zugenommen“, reflektiert Horst Petersen, 1. Vorsitzender der DLRG in Glücksburg, die Saison. „Leider sind die Zustände, die wir in diesem Jahr durch die Strandaufspülung vorfinden, nicht optimal.“ Es ist offensichtlich, dass die Qualität des Strandes sich in diesem Jahr verändert hat. Viele Steinchen im Wasser erschweren das entspannte Baden in der Förde. „Das ist unsere ganz große Hürde in diesem Jahr“, erzählt er.

Eine positive Entwicklung machte der Strand jedoch trotzdem durch. Nicht zuletzt war der neue Wachtturm eine echte Bereicherung für die Rettungsschwimmer. Ein SUP-Verleih,  sowie ein gutes Beach-sportangebot durch den Glücksburger Fitnesstrainer Jan Kruse sind Dinge, die Leben an den Strand bringen und ihm einen dynamischen Stempel aufdrücken. Dennoch gibt es aus Sicht der DLRG bei größter Wertschätzung der Dynamik auch Schattenseiten. „Insbesondere Touristen, die häufig zum ersten Mal in ihrem Leben auf einem SUP-Board stehen und mit eigenen aufblasbaren Boards die Förde unsicher machen, laufen Gefahr in gefährliche Situationen zu kommen, da sie die Flensburger Förde gar nicht kennen. Da sollte man sich dann lieber eine professionelle Einweisung holen“, meint Finn Brenke. Diese  Einführung bietet Jan  Kruse bei seinen SUP-Kursen und sorgt dafür, dass  die SUP-Fahrer einen möglichst sicheren Start in den Sport erhalten. Glücklicherweise kann die DLRG auf eine große Auswahl an freiwilligen Rettungsschwimmern zurückgreifen.  Die Einteilung in die Dienste erfolgt bereits Monate vorher voll digital und nahezu reibungslos. Hierzu können sich die Schwimmer auf einer Plattform einloggen und sich tageweise in verschiedene Dienste eintragen— und wenn sie mögen, auch nach Belieben tauschen. „Das klappt sehr gut und in der Hochsaison sind wir mit bis zu 7 Leuten am Strand präsent.“  Auf Kritik zur Präsenz von Seiten der Bevölkerung reagiert Horst Petersen gelassen. „Wir sind insbesondere in der Hochsaison immer vor Ort und

ich denke, dass man bei Erklärung dann auch meistens auf Verständnis trifft“. Dennoch, was viele nicht wissen: die DLRG macht keine Badeaufsicht und ist hauptsächlich für den Rettungseinsatz am Strand zuständig. Auch ein Verkauf für Schwimmflügel, Sonnencreme und Badetierchen gehört nicht zum alltäglichen Geschäft  der DLRG.

 

Eine Hürde war natürlich die plötzliche Schließung der Fördeland Therme.

Wie hält sich ein Rettungsschwimmer in dieser Zeit fit? Eine Zeit, die geprägt war durch Schwimmhallen, die nicht für die tägliche Vorbereitung geöffnet waren. So fiel das Training in der Fördeland Therme, quasi den Stützpunkt der DLRG Glücksburg, sprichwörtlich ins Wasser. Jedoch haben sich die Rettungsschwimmer zu helfen gewusst und sich anderweitig fit gehalten. „Das lag dann aber weitestgehend in der Verantwortung der einzelnen Schwimmer“, erklärt Horst Petersen. Das Training bei Familie Petersen wurde kurzerhand vom Wasser läuferisch auf die Straße verlegt. Wer die Petersen‘s kennt, weiß das die ganze Familie ohnehin recht sportlich unterwegs ist. Das Schwimmen in der Förde sei im März einfach noch zu kalt gewesen, um zu trainieren. „Deshalb war es schön,  als das Training im Campus Bad in Flensburg dann wieder für ausgewählte Gruppen wie die DLRG stattfinden konnte.“ Auch wenn Corona in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für die Rettungsschwimmer war, gab es eine positive Bilanz für diese Saison. Das ist deshalb erfreulich, da die Strände im Sommer deutlich voller waren als sonst, da viele Deutsche dieses Jahr kurzerhand ihren Urlaub an die Ostsee verlegt

haben. Es gab jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen und keinen Ertrinkungsunfall. Erfreulicherweise konnte die DLRG ihre Präsenz durch den kontinuierlichen Einsatz von Horst Petersen ausweiten. In Schwennau wird nun auch durch die ehrenamtlichen Retter dafür gesorgt, dass die Badestätte überwacht wird. Es konntesogar ein Schäferwagen aus Holnis aktiviert werden, so dass es für die Stadt eine möglichst kostengünstige Lösung gab. An diesem „Spot“ wird den beiden eingeteilten Rettungsschwimmern durch die Touristen  sicherlich auch nie langweilig werden. Egal, ob nun als Touristenguide mit Augenzwinkern  oder seriösen Rettungsschwimmer: Die DLRG ist in Glücksburg nicht mehr wegzudenken und  weiß auch den einen oder anderen schlagfertigen Tipp für Touristen, wenn es wieder heißt: „Ja, mei, wo finde ich dann das Wasserschloss ?“

 

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Quelle:

e-recht24.de